
Konzert
Detmolder Kammerorchester: 3. Abonnementkonzert
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Eleganz, Energie und Emotionen
3. Abonnementkonzert des Detmolder Kammerorchesters
Schon häufig haben sie das Auditorium im Konzerthaus verzaubert: die jungen Musikerinnen und Musiker des Detmolder Kammerorchesters (DKO) unter der Leitung von Daniel Stabrawa. Bei ihrem nächsten Auftritt am Dienstag, 14. April, um 19.30 Uhr, lassen sie Klänge von Händel, Beethoven und Schubert erstrahlen und ziehen mit filigranem Gespür für das Wesentliche Verbindungslinien zwischen den Epochen.
Barock-Vibes mit Händel
So etwa garantiert das fünfte „Concerto grosso“ aus der berühmten zwölfteiligen Konzertsammlung op. 6 von Georg Friedrich Händel nicht nur schönsten Hörgenuss, sondern auch spannungsreiche Kontraste zwischen Solistenensemble und Orchester – wie sie für die Gattung des „Concerto grosso“ typisch sind. 1739 in einem kreativen Rausch in nur wenigen Tagen geschrieben, offenbart sich in jeder Note Händels Meisterschaft, italienische Formen mit seinem eigenen, britisch geprägten dramatischen Gespür zu verbinden.
Dramatische Tiefe trifft sinfonische Wucht
Das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 ist der Moment, in dem Beethoven die klassische Eleganz hinter sich lässt und die Tür zur Romantik weit aufstößt. Es ist dunkel, es ist leidenschaftlich und es strotzt nur so vor Energie! Als er das Konzert im Jahre 1800 komponierte, befand er sich im Zenit seiner Laufbahn als Klaviervirtuose – er selbst übernahm bei der Uraufführung den Solopart. In Detmold ist der 1993 geborene Pianist Minsoo Hong Solist des Abends. Ausgebildet unter anderem an der Hochschule für Musik Detmold, kann er auf eine rege weltweite Konzerttätigkeit zurückblicken und weckt Vorfreude auf pianistische Sternstunden sowie ein Werk, mit dem Beethoven ein neues Kapitel der Klavierkonzertkonzeption aufgeschlagen hat. Das Klavierkonzert Nr. 3 fasziniert nicht nur durch seine emotionale Tiefe, sondern auch durch den intensiven Dialog zwischen Solist und Orchester. Wie die Instrumentalisten und das Klavier miteinander interagieren, wie sie sich die klingenden Bälle zuspielen – das war in der Zeit der Entstehung nicht nur neu, sondern geradezu sensationell und hat bis heute nichts von seinem Reiz verloren.
Lebensfreude in C-Dur
„Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“ Diese berühmte, wenngleich auch entmutigt klingende Frage Franz Schuberts zeigt den Schatten, in dem Schubert nach einem Komponisten wie Beethoven für lange Zeit stand. Wie sollte es angesichts dieses Titanen möglich sein, auf dem Gebiet der Sinfonie noch etwas Neues zu sagen? Daniel Stabrawa und das DKO interpretieren Schuberts Aussage auf ganz eigene Weise und zeigen, dass es durchaus möglich ist, „nach Beethoven noch etwas zu machen“: Sie präsentieren nach Beethovens Klavierkonzert die Sinfonie Nr. 6 C-Dur, D 589 des 21-jährigen Franz Schubert, welche die Reihe der sechs frühen Sinfonien beschließt, die mitunter als „Jugendsinfonien“ deklariert werden – eine Musik von äußerster Lebendigkeit und Temperament, rhythmisch sehr beweglich, melodisch und harmonisch facettenreich. Die „Beethovensche Prägung“
ist nicht zu überhören, doch trägt Schubert sie auf sehr persönliche und unverwechselbare Art und Weise weiter.
Einführungsvortrag und Tickets
Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis von 26, 22 und 13 Euro (ermäßigt 13, 11, 6 Euro) erhältlich in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung und in der Tourist-Information am Markt in Detmold sowie im Internet über www.reservix.de und www.detmolder-kammerorchester.de. An der Abendkasse bezahlen Konzertbesucher 30, 26 und 16 Euro (ermäßigt 15, 13, 8 Euro). Studierende der HfM Detmold, der TH OWL sowie Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Musikschule Detmold erhalten kurz vor Konzertbeginn freien Zugang zu verfügbaren Restplätzen. Ein Einführungsvortrag im Palais („Gartensaal“, Neustadt 22) stimmt um 18.30 Uhr auf das Konzert ein. Weitere Informationen gibt es auf: www.detmolder-kammerorchester.de.
Für den Text und die Bilder dieser Veranstaltungsankündigung ist nicht die Redaktion der Lippischen Landeszeitung verantwortlich, sondern der Veranstalter.
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